FRIEDER HOFMANN I POSITIONEN I PUBLIKATIONEN I PROJEKTE

On The Road 2016 - 2024

Die Sommerschau "On The Road" der Architektenkammer Sachsen findet jährlich statt und zeigt die auf Reisen von Kammermitgliedern entstandenen persönlichen Reisebilder. Die Schau wird zum Sommerfest der Architektenkammer in Dresden eröffnet. Danach reist sie als Wanderausstellung in die Kammerbüros nach Chemnitz und Leipzig. 
Es erscheint ein Katalog mit den Beiträgen der Teilnehmer (Ausschuß für Öffentlichkeitsarbeit der AK Sachsen)

Bilder und Texte: F. Hofmann (Texte leicht gekürzt)

Kambodscha 2015. Durch das Osttor von Angkor Tom drängt sich ein endloser Strom von Fahrzeugen und Besuchern – Einheimischen und Touristen aus der ganzen Welt. 
Unser Reiseleiter sieht das mit einem lachenden und einem weinenden Auge: So verspricht der Zustrom dringend benötigtes Geld zur Erhaltung der grandiosen Tempelanlagen (ein 3-Tages-Ticket kostet 80 US Dollar). Andererseits steigt trotz vieler Nutzungsangebote mit wachsender Zahl der Besucher der Verschleiß der Denkmäler und der umgebenden Infrastruktur. (2016)

St. Petersburg 2016. Die von Peter dem Großen zu Beginn des 18. Jahrhunderts gegründete Stadt wird von den Russen auch heute noch Russlands „Nördliche Hauptstadt“ genannt. Überall in der Stadt finden sich Erinnerungen an die deutsch-russische Geschichte, so an die Zarin Katharina die Große und an die furchtbare Blockade Leningrads durch die deutsche Wehrmacht im II. Weltkrieg. Das o.g. Emblem am Gribojedow-Kanal kommt gelernten DDR-Bürgern sicher bekannt vor - Erinnerung an Zeiten, in denen am Newski-Prospekt noch „sächsische Laute“ zu hören waren. (2017)

Als Beispiel für eine Kunstgalerie in schöner landschaftlicher Lage empfiehlt sich die „Kunsthalle Talstraße“ in Halle. Vom hinter dem Haus terrassenartig ansteigenden Skulpturengarten eröffnet sich ein Blick zur Burg Giebichenstein am anderen Saaleufer. 
Ein der Bunker-Architektur des Leipziger Bildermuseums überdrüssiger Kunstliebhaber sollte sich öfter auf den Weg nach Halle machen, denn hier bekommt er zu den spannenden und anregenden Ausstellungen auch noch ein kunstfreundliches Raumerlebnis. 
(2018)

Es gibt sie noch – die unberührten lauschigen Orte, wo tagsüber jede Menge Vögel zwitschern, Bienen emsig unseren naturreinen Honig einsammeln, Forellen von selber in die Pfanne springen und bei klarem Wetter bei Nacht tausende Sterne am Himmel funkeln. 
Jedoch (damit das auch noch lange so bleibt) sei hier der Name dieses Sehnsuchtsortes verschwiegen. Das kann jedoch verraten werden: Er liegt irgendwo nördlich von Sachsen zwischen Magde- und Neubrandenburg.
(2019)

Im Herbst des vergangenen Jahres besuchten wir die Willi-Sitte-Galerie in der Merseburger Domstraße. Wir waren begeistert - die Exposition bot einen guten Überblick über den Werdegang und das reiche Werk des Hallenser Malers und Grafikers (1921-2013).
Im Februar 2020 kam im MDR die Nachricht über das Aus der Galerie. Zweifellos ist die Schließung des Hauses ein Verlust nicht nur für die Stadt Merseburg, sondern auch für die ostdeutsche Kunstgeschichte.
(2020)

Garmisch-Partenkirchen, Februar 2020. Keiner konnte ahnen, daß dieses uns Reiseziel schon vier Wochen später verschlossen sein würde. Eigentlich wollten wir zum Kreuzeck, der Weg war jedoch wegen Lawinengefahr gesperrt. Schade, denn die Kreuzeckbahn gilt als weltweit berühmtes Denkmal sächsischer Ingenieureskunst.1926 eröffnet, wurde die vom Leipziger Unternehmen „Adolf Bleichert & Co.“ erbaute Drahtseilbahn nach 76 Jahren unfallfreiem Betrieb 2002  modernisiert. (2021)

Potsdam, Herbst 2021. Am Ufer der Neustädter Havelbucht entdeckten wir eines der von der neudeutschen Abrissbirne verschont gebliebenen Bauwerke des Rügener Ingenieurs Ulrich Müther (1934 - 2007). 
Die Gaststätte „Seeperle“ mit dem markanten Hyparschalen-Dach wurde 1982/83 errichtet und steht seit 2004 unter Denkmalschutz. Im Hintergrund: Der Schornstein des 1841/42 zur Wasserversorgung der Fontänen im Park Sanssouci erbauten Dampfmaschinenhauses.
(2022) 

Leipzig 2023. Im rechten Licht gesehen und aus ungewöhnlicher Perspektive abgelichtet kann man auch manchen langweiligen Bauten charmante Details abgewinnen. 
So hier am unsensibel eingefügten Neubau eines Geschäftshauses in der Leipziger Hainstraße (errichtet 2014-16), in dem sich die Fassade des traditionsreichen Leipziger Hotels de Pologne (erbaut 1847-48, umgebaut 1907, saniert in den Jahren 2011-14) wiederspiegelt.
(2023) 

Dr.-Ing. Architekt Frieder Hofmann 
gpfhofmann@parus-le.de    

© Urheberrecht. Alle Rechte vorbehalten.
Aktualisierung: Juni 2024 

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.